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Rhythmus und Form

Skulpturen und Objekte aus Holz

und Fotografien,

sowie Lichtmalereien

 

von Herbert Nicklis

 

01.09. bis

 

08.09.2019

 

 

 

 

 

Vernissage

am Sonntag, dem 01.09.2019 um 15:00 Uhr Einführung in die Schaffensart von Herbert Nicklis. Hierzu die herzliche Einladung zu einem Glas Secco bei multiinstrumentellem Ambient-World-Jazz von „Bleibimpuls" - > Facebook.com/Bleibimpuls

 

 

 

Ausstellung

vom 01.09. bis 08.09.2019 Montag bis Freitag, jeweils 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr ist die Ausstellung für jeden Interessierten geöffnet. Der Künstler und die Galeristin freuen sich während dieser Zeit über Interesse und Gespräche über das Leben und die Kunst! 

 

Finissage

am Sonntag, dem 08.09.2019 ab 15:00 Uhr feiern wir den Abschluss dieses inspirierenden Kunstevents mit der Möglichkeit sehr angenehme Weine des Weinguts Kuntz zu probieren. www.weingut-kuntz.de 

 

 

Der Künstler

„Mit meinem Bauch als Kompass finde ich meine Spur für Formen.Im            Kontakt nach Innen, im Spüren und Begreifen entfaltet sich das für mich Wesentliche. Letztendlich ist das Erkennen und der Ausdruck meines Wesens immer wieder ein packender Prozess!"


Herbert Nicklis *1952

Aufgewachsen zwischen Rebzeilen und Traktoren, Werkstatt und Natur

Studium zum Bauingenieur und Tätigkeit im Planungsbüro Lehramt und Tätigkeit auf allen Ebenen im beruflichen Schulwesen

Heute im Perspektiventausch:Mehr Leben und Wachsen, weniger Leistung und Funktionieren!

Der Entdecker und Tüftler voller leidenschaftlicher Neugier ist reiner Autodidakt in seinem künstlerischen Schaffen. 

 

 

 

 

 

Formen und Linien, Licht und Stimmungen

 

und die Wahrnehmung des Moments - meine Fotografie

 

 

Mein Blick bleibt hängen, ich sehe etwas, hebe die Kamera, wähle den Ausschnitt, löse aus. Was auch immer ich fotografiere, es ist das Motiv und der Moment, so wie ich ihn empfinde, was mich anspricht, die Stimmung, das Licht, die Komik, ein Gedanke .... Das ist subjektiv, vollkommen, da gibt es keine Objektivität. Seit mir das klar ist, fotografiere ich anders. Ich mache langsam. Ich beobachte das Motiv und achte auf mich. Was ist es, was sehe ich, was genau, was will ich, was nehme ich auf, um was geht es mir. Das Motiv habe ich im Auge, mit dem anderen Auge sehe ich nach innen. Seither sind meine Bilder ausdrucksstärker. Das sind nun meine Bilder, sie drücken etwas aus von mir, mehr als Erinnerungen. Die Kamera ist mein Werkzeug. Ich bin die Seele der Kamera, nicht die Elektronik. Die Kamera folgt, ich führe. Dazu muss ich wissen was ich will und wohin ich will. Dadurch wird meine Aufnahme zum Ausdruck von mir. Darin übe ich mich. Heute fotografiere ich meinem gefühlten Moment. Ich male mit Licht.

 

 

 

Die Formen im Material finden - meine Bildhauerei

 

Holz ist mein bevorzugter Werkstoff. Der Weg zu einer Skulptur hat unterschiedliche Facetten. Der Rohling, die Holzart, die Form, die Größe auf der einen Seite. Da ist die Idee für eine Form und wie die Oberfläche aussehen könnte. Was will ich ausdrücken, welchen Charakter soll die Oberfläche haben, wie soll sie aussehen, wie soll sie sich anfühlen. Das führt zur Wahl der Bearbeitungstechnik und der bevorzugten Werkzeuge. Nein, kein konkreter Plan, aber oft eine Richtung. Ich finde die Form im Tun. Die Form entfaltet sich. Was stört muss weg, was wegmuss, sagt mir mein Gefühl. Das ist mein Dialog mit dem Werkstück. Die Wuchsform, die Faser, Risse, immer wieder sind neue Entscheidungen zu treffen. Ich übe mich immer wieder neu im Handwerk und dem Mut zu reduzieren auf dem Weg zu meinen Formen.

 

 

 

Der Weg dahin

 

Schon als Kind waren Scheune und Werkstatt meine Lieblingsorte. Im Werkeln mit Materialien und Sachen erlernte ich grundlegende handwerkliche Erfahrungen mit Holz und Metall. Der Umgang mit Werkzeugen wurde selbstverständlich. Probieren, selbst machen, keine Scheu vor Technik und Geräten. Holz mochte ich. Schon damals habe ich auch begonnen zu fotografieren. Noch gut erinnere ich mich an meine ersten Bilder, ich war vielleicht 6. Klick, Klick, Klick, ein paar Wochen bis der Film voll war, unscharf, wieder klick.... Stolz war ich „fotografieren zu können". Im Beruf wurde die visuelle Kommunikation zunehmend MEIN Werkzeug zum Vermitteln. Ich lernte die Bedeutung und den Wert der visuellen Kommunikation kennen, die Macht der Bilder.
Ich habe viel gearbeitet bis nichts mehr ging.

 

Heute habe ich gelernt zu reduzieren, auf das Wesentliche zu achten, langsam zu machen. Nicht so einfach wie es klingt. Umbruch, Aufbruch und Perspektivenwechsel. Endlich konnte ich mir Zeit für alte Leidenschaften nehmen. Aus dem frühen Werkeln wurden das Spiel und die Gestaltung freier Formen. Aus dem Festhalten von Erinnerungen wurde meine Fotografie im Spiel mit Formen und Licht. Geblieben sind meine Neugier und Lust am Experimentieren und Entdecken. Und Neuland finde ich dort wo ich vertraute Bahnen verlasse und die tradierten Regeln, aber auch Haltungen - „das macht man so" - hinterfrage und aussetze.

2019-07-28

 

 

 

 

Arbeiten aus der aktuellen Ausstellung: Rhythmus und Form